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Rechtsschutzversicherung mit Selbstbehalt

Rechtsschutzversicherung

Wo immer Menschen aufeinandertreffen, kann es zu Meinungsverschiedenheiten oder sogar heftigeren Auseinandersetzungen kommen. Nicht selten sieht man sich vor Gericht wieder. Das sorgt nicht nur für jede Menge Ärger und Sorgen, sondern kann auch ordentlich ins Geld gehen. Die Honorare der Anwälte werden immer höher und vor allem bei kleineren Streitbeträgen können die Rechtskosten schnell so hoch sein, dass sie den Betroffenen Kopfzerbrechen bereiten. Ohne die Hilfe einer Rechtsschutzversicherung müssen sie mitunter in solchen Fällen einfach aufgeben. Die schützende Hand der Versicherung sorgt dafür, dass im Streitfall nicht klein beigegeben werden muss und schützt vor hohen Gerichts- und Anwaltskosten. Besonders interessant sind Versicherungen mit Selbstbehalt, da sich mit ihnen Versicherungsbeiträge sparen lassen. Im folgenden Artikel möchten wir die Geheimnisse rund um das Thema Selbstbehalt bei der Rechtsschutzversicherung lüften und Ihnen zeigen, wann diese Variante sinnvoll ist und worauf Sie beim Abschluss achten sollten.

Warum eine Rechtsschutzversicherung mit Selbstbehalt sinnvoll sein kann:

Rechtsschutzversicherungen sind eine sinnvolle Stütze im Alltag, schlagen aber in der Regel mit relativ hohen Kosten zu Buche. Zudem sollte man wissen, dass mit einer solchen Versicherung keines Falles alle Streitigkeiten versichert sind. Damit es nicht ganz so teuer wird, kann es sinnvoll sein, eine Police mit Selbstbehalt zu wählen. Der jeweilige eigens zu leistende Betrag, der meist zwischen 150 und 300 Euro liegt, fällt pro Streitfall an. Je höher der Selbstbehalt gewählt wird, desto geringer fällt die Jahresprämie aus.

Rechtsschutz Versicherung

Vorsicht ist besser als Nachsicht – das sollten Sie über Rechtsschutzversicherungen wissen

Teilweise schreiten Rechtsschutzversicherungen erst ein, wenn es zu einem Prozess kommt. Vorher muss sich der Versicherte selbst um den Papierkram (wie etwa das Einlegen von Widersprüchen) kümmern. Das kann ein Problem darstellen, da die juristische Kommunikation für Laien nicht ganz einfach zu durchblicken ist. Leistungsstarke Tarife übernehmen auch die Kosten für außergerichtliche Kosten, zum Beispiel im Widerspruchsverfahren.

Vorsicht ist auch im Hinblick auf die Wartezeit geboten. Zur Vermeidung von sogenannten „Zweckabschlüssen“ haben die Anbieter eine Wartezeit von in der Regel drei Monaten nach Abschluss eines Rechtsschutzvertrages. Kommt es in dieser Zeit zu Streitigkeiten, so müssen diese aus eigener Tasche beglichen werden. Einige wenige Anbieter bieten eine Wartezeit von zwei Monaten an. Diese Gesellschaften kosten Sie eventuell ein paar Euro mehr, dafür haben Sie einen Monat früher Ihren Versicherungsschutz.

Im Rahmen einer sogenannten Ausschlussklausel sind Altfälle zudem nicht versichert. Kommt es zu einem Konflikt, der auf einer alten Streitigkeit aufbaut, die noch vor dem Beginn der Versicherungszeit oder in der Wartezeit begann, so zahlt die Versicherung nicht.

Eine gute Rechtsschutzversicherung mit Selbstbehalt steht Ihnen auch bei, wenn Sie einen Aufhebungsvertrag vom Arbeitgeber erhalten, nachdem Ihnen die Kündigung angedroht wurde. Hierzu benötigen Sie den sogenannten Berufs-Rechtsschutz. In einem guten Rechtsschutz-Tarif haben Sie als Versicherter freie Anwaltswahl. Das bedeutet, dass die Versicherung die Kosten eines durch Sie gewählten Fachanwaltes übernimmt. Selbstverständlich können Sie sich bei Ihrem Versicherer auch einen guten und erfahrenen Fachanwalt empfehlen lassen, wenn sie keinen Anwalt haben.

Augen auf! – Was genau ist in der Rechtsschutzversicherung eingeschlossen?

Das Grundpaket einer Rechtsschutzversicherung mit Selbstbehalt ist bei den meisten Anbietern ähnlich. Vor dem Abschuss ist es besonders wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, für welche Fälle die Versicherung eine Absicherung bieten soll.

Man kann beispielsweise Streitigkeiten im beruflichen Umfeld absichern. Dazu zählen Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber, z. Bsp. Disziplinarverfahren gegen Beamte. Kündigungen aufgrund einer vorsätzlichen Straftat sind natürlich nicht versichert, denn Vorsatz ist nicht versicherbar. Auch bei Konflikten im Umgang mit verschiedensten Privatverträgen steht die Rechtsschutzversicherung ihren Kunden zur Seite. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Haftpflichtversicherung nicht zahlen will oder ein Handwerker bei einem Auftrag einen Fehler gemacht hat und sich vor der Behebung des Fehlers drücken will. Im Straßenverkehr kümmert sich die Verkehrs-Rechtsschutzversicherung darum, Sie zu unterstützen, wenn Ihnen beispielsweise der Führerschein zu Unrecht entzogen werden soll oder Sie Schmerzensgeldansprüche gegen den Unfallverursacher geltend machen wollen. Sollte das persönliche Eigentum Beschädigungen davon getragen haben, so kann die Rechtsschutzversicherung im Kampf rund um den Schadenersatz helfen.

Streitigkeiten rund um die Steuer werden ebenfalls von einer Rechtsschutzversicherung abgedeckt. Eingeschlossen sind beispielsweise Konflikte mit dem Finanzamt, wenn es darum geht, die Sonderausgaben geltend zu machen. Im sozialen Umfeld, wie bei der Erlangung einer höheren Pflegestufe, kann ebenfalls auf die Unterstützung der Rechtsschutzversicherung gebaut werden. Erschließungsabgaben oder Vergleichbares zählen nicht zu den eingeschlossenen Leistungen.

Rechtsschutzversicherung

Nobody is perfect – so passt die Rechtsschutzversicherung genau zu Ihnen

Die perfekte Rechtsschutzversicherung mit Selbstbehalt existiert nicht. Jede Police weist Lücken auf. Es gilt deshalb genau die Versicherung zu finden, die am besten zu Ihren persönlichen Bedürfnissen passt. Deshalb sollten Sie das Kleingedruckte ganz genau lesen. Wünschen Sie zusätzlichen Schutz, so ist eine Aufstockung der Versicherungsleistungen in der Regel gegen Aufpreis möglich. Beispielsweise können Sie Rechtsschutzfälle für Haus- und Wohnungseigentümer sowie als Mieter einer Wohnung oder eines Hauses erhalten, damit Streitigkeiten mit den Nachbarn, dem Finanzamt (wenn Sie als Eigentümer in Ihrer Wohnung wohnen) oder mit dem Vermieter (wenn Sie der Mieter sind) versichert sind.

Wann ist keine Rechtsschutzversicherung notwendig?

Eine Rechtsschutzversicherung kann Sie nicht vor jedem Unheil bewahren und ist auch nicht in allen Lagen des Lebens sinnvoll. Überlegen Sie deshalb genau, was Sie wirklich benötigen und sich leisten können. Im Bereich der Haftung benötigen Sie für gewöhnlich keinen Rechtsschutz, denn hier sind Sie durch Ihre private Haftpflichtversicherung oder Ihre KFZ-Versicherung abgesichert, die beispielsweise bei einem Unfall einschreiten, den Sie verursacht haben. Wenn jedoch Sie der Geschädigte sind, kann es durchaus sein, dass Sie Ihr Recht vor Gericht durchsetzen müssen. Im Bereich des Miet- oder Arbeitsrechts kann eine zusätzliche Versicherung ebenfalls überflüssig sein. Das ist der Fall, wenn Sie bereits Mitglied im Mieterschutzbund sind oder in einer Gewerkschaft über einen Berufsrechtsschutz verfügen. Fragen Sie zudem Ihre Versicherung, ob Ihr Partner einen separaten Rechtsschutz benötigt. Wenn Sie in einer häuslichen Gemeinschaft zusammen leben, genügt es in der Regel, wenn einer von beiden einen Rechtsschutzvertrag im Familientarif hat. Dann ist der Partner in der Regel automatisch mitversichert.

Die richtige Entscheidung für die passende Versicherung treffen – so gelingt es

Bevor Sie über eine Rechtsschutzversicherung nachdenken, sollten Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Ist dann noch Geld übrig, sollten Sie auch über eine Rechtsschutzversicherung nachdenken. Entscheiden Sie sich möglichst für Pakete, die alle Leistungen enthalten, die zu Ihren persönlichen Vorstellungen passen und vergleichen Sie alle Anbieter. Wählen Sie am besten eine Police mit möglichst hoher Selbstbeteiligung, um die Jahresprämie so gering wie möglich zu halten. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie nur über ein knappes Budget verfügen.

Unser Tipp: Im impuls Vergleichsrechner zur Rechtsschutzversicherung können Sie die Höhe der Selbstbeteiligung variieren. So können Sie sehen, inwieweit sich der Beitrag bei der Tarifauswahl verändert und herausfinden, welche Variante für Sie am geeignetsten ist.

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