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KFZ-Versicherung: Die neuen Typ- und Regionalklassen 2018

Die Typ- und Regionalklassen sind essentiell für die Tarifberechnung der KFZ-Versicherung.

Die Tarife in der KFZ-Versicherung werden jedes Jahr auf der Grundlage zahlreicher Tarifmerkmale neu kalkuliert. Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie hat die jährlich aktualisierte Einstufung der Fahrzeugtypen und Regionalklassen. Für manche KFZ-Halter wird es dadurch günstiger, für andere bis zu fast 300 Euro teurer.

Typklassen: Wie sie berechnet werden

Fast 28.000 verschiedene Automodelle sind im deutschen Straßenverkehr unterwegs. Daraus hat der GDV ein Typklassenverzeichnis erstellt.

Versicherer nutzen diese Zuordnung als einen von zahlreichen Einflussfaktoren bei der Berechnung ihrer KFZ-Haftpflicht- und KFZ-Kaskotarife. Die Typklassen spiegeln jeweils die Schaden- und Unfallbilanz der verschiedenen Automodelle wider.

Anzahl der Typklassen in der KFZ-Versicherung:

  • Haftpflicht (16 Typklassen)
  • Teilkasko (24 Typklassen)
  • Vollkasko (25 Typklassen)

Vor allem hochmotorisierte Oberklasse-Modelle und SUVs werden in 2018 höher eingestuft – viele Kleinwagen werden günstiger

In der KFZ-Haftpflichtversicherung ändert sich 2018 bei rund einem Viertel der Fahrzeugtypen die Einstufung, in der Teilkaskoversicherung sind es immerhin die Hälfte. Mehr als eine Klasse nach oben oder unten bewegt es sich für 2018 aber eher selten. Ausreißer sind immer wieder die hochmotorisierten Oberklasse-Modelle und SUVs.

Der Jeep Renegade 1.4 T, der Range Rover 3.0 TD oder der BMW 114l haben sich um drei Klassen verschlechtert. Dafür haben sich der Audi A4 Avant 2.0 TDI oder der Dacia Logan Kombi 0.9 um drei Typklassen verbessert und werden in der Versicherung deshalb voraussichtlich günstiger.

Zu den günstigen Kleinwagen gehören unter anderem der Peugeot 108 1.0, der Citroen C4 Cactus 1.2 oder der Kia Picanto 1.0.

Hier können Sie abfragen, ob Ihr Automodell herauf- oder heruntergestuft wurde

Neue Regionalklassen 2018 – Wo kracht es am häufigsten und wo eher selten?

Nach Angaben des GDV können sich knapp 5,5 Millionen Autofahrer in 67 Bezirken über bessere Regionalklassen freuen, während 3,6 Millionen in 41 Bezirken heraufgestuft werden. Für insgesamt 31 Millionen Haftpflichtversicherte ändert sich laut GDV gegenüber dem Vorjahr nichts.

Im Norden ist es günstig, die Großstädte sind unfallträchtig

Laut GDV ergeben sich wie in den Vorjahren für Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern die besten Schadensbilanzen. Die bundesweit beste Schadensbilanz in der KFZ-Haftpflichtversicherung errechneten die Statistiker des GDV für den Zulassungsbezirk Elbe-Elster in Brandenburg. Hier lag der Indexwert fast 30 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Hohe Regionalklassen gelten insbesondere in Großstädten sowie in Teilen Bayerns. Die schlechteste Schadenbilanz hatte wie bereits im Vorjahr Offenbach am Main, wo der Indexwert knapp 34 Prozent über dem Bundesdurchschnitt lag.

Hier erfahren Sie Ihre Regionalklasse

Hintergrundinformation zur Regionalklasseneinteilung

Deutschland ist in 413 Zulassungsbezirke eingeteilt. Der GDV erhebt jedes Jahr auch hier aufs Neue die Schadensbilanz in jeder einzelnen Region. In die Einstufung fließen die Anzahl der Schäden ein, die die Fahrer in der jeweiligen Region im Verhältnis zur Anzahl der dort zugelassenen Fahrzeuge verursachen, ebenso wie die durchschnittliche Schadenhöhe.

Für die Kaskoversicherung werden auch die Diebstahlhäufigkeit, die Schäden durch Sturm, Hagel und Hochwasser und die Anzahl der Wildunfälle in die Regionalklassen mit eingerechnet. Je höher die Regionalklasse, desto teurer die Versicherung.

Für die Haftpflicht gibt es 12, für die Vollkasko 9 und für die Teilkasko 16 Klassen.

Vielen Versicherungsunternehmen ist die Einteilung aber inzwischen zu grob. Großstädte wie Frankfurt, Berlin und Hamburg werden zu einer einzigen Schadensregion zusammengefasst, obwohl die Schadenshäufigkeit zwischen den Stadtteilen stark variieren kann. Deshalb stufen viele Versicherer inzwischen oft nach Postleitzahl ein

30. November 2017 – Stichtag zur Kündigung der KFZ Versicherung

Bis zum 30. November können Autofahrer die Kfz-Versicherung kündigen und sich nach einer günstigeren umschauen. Der Vergleich lohnt sich.