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Die wichtigsten Versicherungen für Azubis – Was muss, was kann?

Karrierestart

Im Herbst starten viele Schulabgänger in einen neuen Lebensabschnitt und beginnen ihre Berufsausbildung mit dem ersten Ausbildungsjahr. Viele Dinge ändern sich dadurch – vom ersten regelmäßigen Einkommen bis hin zu einer eigenen Wohnung. Mit dem Berufsstart müssen sich Auszubildende auch zum ersten Mal mit ihrem Versicherungsschutz beschäftigen.

Diese drei Versicherungen sind für jeden Auszubildenden unverzichtbar und dienen der Existenzsicherung:

Krankenversicherung

Mit Ausbildungsbeginn sind Kinder nicht mehr über die Familienversicherung der Eltern krankenversichert. Wer sich nicht kümmert wird in den meisten Fällen von seinem Arbeitgeber in einer Krankenkasse pflichtversichert. Hier lohnt es sich, sich bereits vor Ausbildungsbeginn zu informieren und die Krankenkasse zu wählen, welche die gewünschten Wahlleistungen anbietet.

Private Haftpflichtversicherung

Wer einen Schaden an einem Gegenstand verursacht, oder wer schuld ist, dass eine Person Schaden nimmt, der muss dafür haften. Als Schüler sind Kinder bei ihren Eltern haftpflichtversichert, sofern diese eine besitzen. In der Regel bleibt der Familienversicherungsschutz auch während der Ausbildung bestehen, bei manchen Versicherungsverträgen erlischt der Schutz jedoch mit dem Auszug aus dem Haushalt der Eltern. Eltern und Kinder müssen sich hierzu genau informieren. Erlischt der Versicherungsschutz, sollten Azubis eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen. Ist der Azubi minderjährig, müssen die Eltern das für ihn übernehmen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Jeder kann durch Unfall oder Krankheit aus dem Arbeitsleben herausgerissen werden. Das gilt auch für frischgebackene Azubis. Auszubildende bekommen im Falle einer Berufsunfähigkeit vom Staat keine ausreichende finanzielle Unterstützung, dafür müssen sie oder die Eltern mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung selbst sorgen.

Beiträge abhängig von Berufswahl

Bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird der angestrebte Beruf erfragt. Je nach Beruf fallen die Beiträge unterschiedlich hoch aus: Ein Handwerker zahlt bis zu dreimal so viel wie jemand, der einen Beruf mit schwerpunktmäßiger Schreibtischtätigkeit erlernt. Aber grundsätzlich gilt: Je jünger der Arbeitnehmer ist, desto geringer fallen die Beiträge auch langfristig aus. Die Höhe der monatlichen Rente sollte so abgeschlossen werden, dass der gewünschte Lebensstandard gesichert ist.

Group of young smiling students. Education concept background.

Je nach Lebensstil und Sicherheitsbedürfnis sind aber auch folgende Versicherungen für Azubis durchaus sinnvoll:

Private Unfallversicherung

Jeder Auszubildende ist bei einem Unfall am Ausbildungsort oder auf dem Weg dorthin und zurück durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Eine private Unfallversicherung ist immer dann gut, wenn der Azubi einen aktiven Lebensstil führt. Statistisch gesehen passieren in der Altersgruppe der 15-24jährigen tatsächlich die meisten Unfälle, beispielsweise im Haushalt oder in der Freizeit.

Hausratversicherung

Meist leben junge Auszubildende bei ihren Eltern und ihr Hausrat ist im besten Fall durch eine bestehende Versicherung der Eltern abgesichert. Hat der Azubi aber bereits eine eigene Wohnung und ist der Wert der Einrichtung überdurchschnittlich hoch, z.B. durch eine hochwertige Einrichtung oder teure elektronische Geräte, dann ist eine geeignete Hausratversicherung durchaus sinnvoll.

Altersvorsorge

Lehrjahre sind keine Herrenjahre – auch nicht finanziell gesehen. Die Gehälter der Auszubildenden sind in der Regel nicht so gestaltet, dass die Altersvorsorge noch mit „reinpasst“. Sind aber Eltern oder Großeltern bereit, hier vorzusorgen, lohnt sich das in jedem Fall: Denn wer früh mit der Altersvorsorge beginnt, hat im Alter mehr davon, oder muss in der Lebensmitte nicht mehr mit hohen Beiträgen in eine private Rentenversicherung einsteigen.

Das Lehrlingsgehalt wird in den meisten Fällen nicht für einen umfassenden Versicherungsschutz ausreichen. Für den, der noch Möglichkeiten hat, könnte aber z.B. eine Zahnzusatzversicherung, eine Pflegeversicherung, eine Rechtsschutzversicherung oder eine Auslandskrankenversicherung eine Überlegung wert sein. Spätestens nach Abschluss der Ausbildung und mit dem ersten geregelten Einkommen ist der Zeitpunkt gekommen, diese Versicherungslücken zu schließen. Aber bitte danach nicht den Versicherungsordner zuklappen und nie wieder öffnen: Alle zwei Jahre lohnt es sich, Tarife zu vergleichen und nachzuprüfen, ob der Versicherungsschutz noch zur aktuellen Lebenssituation passt.

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