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Das ändert sich für Autofahrer ab Januar 2018

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Viele neue Gesetze und Vorschriften treten zum Jahreswechsel in Kraft. Im kommenden Jahr müssen sich vor allem Autofahrer auf eine ganze Reihe von Neuerungen einstellen. Was es im Einzelnen zu beachten gilt, haben wir hier aufgelistet.

Winterreifen: nur noch gültig mit Schneeflocke und Berg

Zum 1. Januar 2018 tritt eine neue Bestimmung bei der Winterreifenpflicht in Kraft: Ab dann müssen neu gekaufte Winterreifen das sogenannte Alpine-Symbol haben. Es stellt eine Schneeflocke und einen Berg dar. Bislang galten auch Ganzjahresreifen mit der Kennzeichnung M + S ohne Alpine-Kennzeichnung als zulässige Winterbereifung. Die neue Regel gilt aber nur für neu gekaufte Reifen. Alte Reifen dürfen noch bis zum 30. September 2024 gefahren werden.

Das kann teuer werden: fahren ohne Winterreifen

War es bis dato so, dass nur der Fahrer eines Autos ohne geeignete Reifen ein Bußgeld zahlte, gilt das ab 01. Januar auch für den Fahrzeughalter. Das Bußgeld erhöht sich von 60 Euro auf 75 Euro, bei Gefährdung kann es noch höher ausfallen.

Kfz-Steuer teurer: neues Messverfahren für CO2-Werte

Der Abgasskandal in der Automobil-Branche zeigt Folgen: In Zukunft werden die Verbrauchswerte von neuen Fahrzeugmodellen mit einem genaueren Verfahren (WLTP-Zyklus) zertifiziert. So kann ein realistischerer Verbrauch und CO2-Wert ermittelt werden. Manipulationen wie in der Vergangenheit sind im neuen Verfahren kaum noch möglich.

Ab September 2018 fließen diese neuen Werte dann in die Bemessung der Kfz-Steuer ein, die hohe Emissionswerte mit höheren Steuern belegt. Experten erwarten in diesem Zusammenhang steigende Besteuerungen zwischen 15 und 20 Prozent. Diese Neuberechnung betrifft aber vorerst nur Neuzulassungen. Wer den Kauf eines Neuwagens plant, sollte dies deshalb vor dem 01. September tun.

 Im Rahmen der TÜV-Prüfung wird außerdem zum 1. Januar 2018 die Endrohrmessung in der Abgasuntersuchung Plicht. Auch hier lassen sich Defekte und Manipulationen besser erkennen als mit der bisherigen On-Board-Diagnose.

Diesel-Autos: kommt das Fahrverbot in Städten?

Am 22. Februar 2018 fällt das Leipziger Bundesverwaltungsgericht ein bundesweit bindendes Urteil über ein Diesel-Fahrverbot. Betroffen davon sind zahlreiche Großstädte mit zu hoher Feinstaub und  Stick-Oxid-Belastung. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe in 16 deutschen Städten (Stand August 2017).

Zur Erinnerung: Seit Oktober Handy am Steuer noch teurer

Wer beim Auto- oder Fahrradfahren das Handy benutzt, muss seit Oktober mit höheren Strafen rechnen: Wer damit  am Steuer erwischt wird muss 100 Euro Bußgeld zahlen (bisher 60 Euro) und bekommt einen Punkt in Flensburg. Bei Gefährdung des Straßenverkehrs steigt das Bußgeld auf 150 Euro, zusätzlich gibt es einen Monat Fahrverbot und einen Punkt in Flensburg. Wird ein Unfall durch Handynutzung am Steuer verursacht, sind 200 Euro fällig sowie ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei.

Wie immer: neue Typ- und Regionalklassen

Wie immer ändert sich für die meisten Fahrzeughalter zum 1. Januar 2018 der Beitrag in der Kfz-Versicherung, wenn die neuen Typ- und Regionalklassen in Kraft treten. Fahrzeughalter können bis zum 30. November Angebote vergleichen und den Versicherer wechseln. Das kann eine hohe Ersparnis bringen: Immer wieder kommen neue und günstigere Tarife auf den Markt.

Wie viel Sie mit einem Wechsel sparen können

Eine aktuelle Berechnung für einen VW-Golf zeigt einen starken Unterschied: Zwischen dem güns­tigsten und dem teuersten Angebot liegen bei gleicher Leistung über 800 Euro. Ein Vergleich lohnt sich.

impuls-KFZ-rechner

Beispielrechnung Fahrzeugwechsel, Versicherungsbeginn: 01.01.2018

Golf VII 1.4 TSI: HSN: 0603, TSN: BPX , Erstzulassung: 02.02.2015, Kaufdatum: 02.02.2015 ; PLZ: 80331 München, Angestellter, verh. Mit Kind, Geburtsdatum: 01.10.1988, Anzahl weitere Fahrer: 1 (älter als 25)

Haftpflicht inkl. TK und VK mit 150 EUR SB in TK/300 SB in VK, Haftpflicht: SF 10, Vollkasko: SF 10, keine Werkstattbindung

Merkmale: nächtlicher Abstellplatz, Einzel-/Doppelgarage, kein Wohneigentum, Fahrleistung pro Jahr: 20.000 km, Nutzung privat

Günstigstes Angebot: 594,56,00 EUR jährlich, Baden Badener, Tarif Basis
Teuerstes Angebot:  1.421,10 EUR jährlich, Allianz Komfort

Quelle: impuls (KFZ-Rechner Nafi), Tarifstand 23.10.2017

30. November 2017 – Stichtag zur Kündigung der KFZ Versicherung

Bis zum 30. November können Autofahrer die Kfz-Versicherung kündigen und sich nach einer günstigeren umschauen. Der Vergleich lohnt sich.