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Das ändert sich 2018

Zeitung auf Schreibtisch - Das ändert sich 2018

Auch in diesem Jahr stehen eine Reihe von gesetzlichen Neuregelungen an. Sie betreffen u.a. Anleger, Verbraucher, Rentner und Eltern. Eine Auswahl der wichtigsten Änderungen im Überblick:

Einkommenssteuer

Mit dem 1. Januar steigt der steuerfreie Anteil des Einkommens, der Grundfreibetrag, von 8.820 Euro auf 9.000 Euro. Liegt das zu versteuernde Einkommen also unter 9.000 Euro, muss davon weder Einkommenssteuer noch Solidaritätszuschlag gezahlt werden. Bei Ehepartnern oder eingetragenen Lebenspartnerschaften verdoppelt sich der Freibetrag auf 18.000 Euro.

Weniger Belege für das Finanzamt

Mit der Steuererklärung für das Jahr 2018 müssen keine Belege mehr eingereicht werden. Allerdings kann das Finanzamt die Unterlagen anfordern – bis zu einem Jahr nach Bekanntgabe des Bescheids. So lange müssen sämtliche Belege sorgfältig aufbewahrt werden.

Rentenerhöhung in Sicht

Die Renten folgen den Löhnen, daher dürfen sich Rentner voraussichtlich auf eine Rentenerhöhung von ca. 3,0 Prozent (West) und 3,2 Prozent (Ost) freuen. Die Entscheidung dazu fällt im Frühjahr 2018, hat aber auch eine Schattenseite: Dadurch werden immer mehr Rentner überhaupt erst einkommenssteuerpflichtig, nämlich dann, wenn die Rente über den Grundfreibetrag von 9.000 Euro steigt.

Kindergeld: Mehr Geld pro Kind

Kindergeld

Das Kindergeld steigt mit dem 1. Januar 2018 um zwei Euro, auf 194 Euro pro Monat für das erste und zweite Kind, auf 200 Euro für das dritte Kind und auf 225 Euro für das vierte und alle weiteren Kinder. Kindergeld kann allerdings rückwirkend nur noch für sechs Monate beantragt werden und nicht wie bisher für mehrere Jahre.

Riester-Sparer bekommen mehr Förderung

Die Grundzulage der Riester-Rente steigt ab dem 1. Januar 2018 von 154 Euro auf 175 Euro pro Jahr. Die Zulagen für Kinder bleiben gleich: Für jedes Kind, das nach dem 31. Dezember 2007 geboren wurde, erhalten Sparer zusätzlich 300 Euro pro Jahr und Kind, für davor geborene Kinder 185 Euro pro Jahr.

Neue Regeln für Abfindung bei kleinen Riester-Renten

Ist der monatliche Rentenanspruch bei einem Riester-Vertrag gering, hat der Anbieter das Recht, diesen Rentenanspruch abzufinden – der Sparer bekommt in diesem Fall eine Einmalzahlung statt einer monatlichen Rente. Die Einmalzahlung ist im Jahr der Auszahlung voll steuerpflichtig. Ab dem Veranlagungszeitraum 2018 werden diese Einmalzahlungen ermäßigt.

Kreditkartengebühren und Kartenmissbrauch

Für Kreditkartenzahlungen bei Buchungen über das Internet dürfen Händler künftig keine gesonderten Gebühren mehr verlangen. Das wird durch die neue EU-Zahlungsdienste-Richtlinie vorgegeben, die bis Mitte Januar in deutsches Recht umgesetzt sein muss. Zudem haften Kunden bei einem Missbrauch Ihrer Bank- oder Kreditkarte ab Januar 2018 nur noch mit einem Betrag von 50 Euro, sofern sie die Karte oder das Online-Konto gesperrt haben. Bei grober Fahrlässigkeit und (betrügerischem) Vorsatz gilt aber weiterhin eine Haftung in unbegrenzter Höhe.

Steigende KFZ-Steuern für Neuwagen

Wer plant, ein neues Auto zu kaufen, sollte dies vor dem 1. September 2018 tun. Ab dann werden neu zugelassene Fahrzeuge mit dem neuen Abgastest WLTP eingestuft. Da dieser vor dem Hintergrund des Abgasskandals realistischere Werte abbildet, fallen die KFZ-Steuern möglicherweise höher aus. Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich nichts.

Besteuerung von Investmentfonds

Ab dem 1. Januar gelten neue Regeln für die Besteuerung von Investmentfonds. Bisher mussten in Deutschland zugelassene Fonds auf Erträge keine Steuern zahlen. Künftig gilt für die Fonds ein Körperschaftssteuersatz von 15 Prozent. Nur reine Rentenfonds sind von der neuen Regelung nicht betroffen. Um eine zu hohe Belastung der Anleger zu vermeiden, sind Ausschüttungen und Gewinne aus dem Verkauf von Fondsanteilen beim Anleger künftig teilweise freigestellt. Die Höhe des steuerfreien Anteils richtet sich nach der Art des Fonds.

Neue Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter

Kosten für beruflich genutzte Gegenstände können steuerlich geltend gemacht werden. Bisher galt ein Betrag von 410 Euro als Grenze, Ausgaben über dieser Grenze mussten über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Ab 2018 können Gegenstände bis zu einem Nettobetrag von 800 Euro (952 Euro brutto) direkt im Jahr des Kaufs in voller Höhe in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.

 

Die neuen Sozialversicherungsgrößen 2018

Jedes Jahr werden die Sozialversicherungsgrößen durch den Gesetzgeber neu festgelegt. Erneut steigen die Beitragsbemessungsgrenzen an. Sie markieren das Maximum, bis zu dem in den Sozialversicherungen Beiträge erhoben werden.

Beitragsbemessungsgrenzen in Kranken- und Pflegeversicherung

Diese Bemessungsgrenze legt fest, bis zu welchem Betrag des Einkommens anteilig Abgaben für die Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen werden. Vom Einkommen, das über dieser Grenze liegt, müssen keine Abgaben mehr gezahlt werden. Für 2018 steigt die Grenze bundeseinheitlich von 4.350 auf 4.425 Euro pro Monat.

Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung

In der Arbeitslosen- und Rentenversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze für Ost- und Westdeutschland noch unterschiedlich. Für Westdeutschland wird die Grenze voraussichtlich um 150 Euro auf 6.500 Euro angehoben, in den ostdeutschen Bundesländern um 100 Euro auf 5800 Euro. Das erhöht die monatlichen Abgaben für Gutverdiener im Osten um knapp 13 Euro, im Westen um 19 Euro.

Versicherungspflichtgrenze oder Jahresarbeitsentgeltgrenze

Privat krankenversichern können sich entweder Selbständige oder Arbeitnehmer mit entsprechend hohem Einkommen. Ab 2018 muss das Einkommen bei Arbeitnehmern über 4.950 Euro brutto liegen (59.400 Euro im Jahr), um sich privat versichern zu dürfen. 2017 waren das noch 4.800 Euro. Die ermäßigte Jahresarbeitsentgeltgrenze für PKV-Bestandsfälle erhöht sich voraussichtlich von 4.350 Euro (2017) auf 4.425 Euro (2018).

Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung

Unbenannt

Der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bleibt unverändert bei 14,6 Prozent. Alle darüber hinausgehenden Kosten werden über die kassenindividuellen Zusatzbeiträge finanziert, die von den Versicherten allein getragen werden. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2018 beträgt 1,0 Prozent.

Warum die Beiträge angehoben werden

Die Sozialversicherungsgrößen, also alle relevanten Zahlen rund um die Sozialversicherung, werden auf der Grundlage der Lohnentwicklung 2016 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ermittelt. Ein Anstieg der Löhne und Gehälter um 2,42 Prozent 2016 (2,33 Prozent Ostdeutschland) führt analog zu einer Anhebung der Rechengrößen für 2018.

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